Was hat das für Folgen?

Alkohol wirkt sich während der gesamten Schwangerschaft negativ aus:

 

Es kann zu Wachstumsauffälligkeiten  (Körper, Kopf, geringes Geburtsgewicht, ...) oder zu Veränderungen im Gesicht (abfallende Lidachsen, enge Lidspalten, fehlendes Philtrum, …) kommen.

 

Auch kann dieser Organfehlbildungen hervorrufen. Doch am gravierendsten sind die Folgen für das zentrale Nervensystem: Denn Alkohol greift in die Vorgänge des Gehirns ein, verändert seelische Abläufe und das Bewusstsein. Er wirkt direkt auf die Verarbeitung und Übermittlung von Informationen und beeinflusst so die Empfindungsfähigkeit sowie die intellektuellen Leitungen des Kindes. Distanzlosigkeit, Impulsivität, mangelndes Gefühl für Gefahren, Schlaflosigkeit, motorische Unruhe, extreme Aktivität und vieles mehr können die Folge sein.   

FASD ist in Deutschland mit einer Prävalenz von ca. 1:70 die häufigste nicht genetisch bedingte Ursache einer geistigen und körperlichen Behinderung.

Zusätzlich ist FASD die häufigste Ursache für Entwicklungsverzögerungen und psychosoziale Auf-fälligkeiten im Kindesalter.

 

Jährlich werden in Deutschland ca. 10.000 Kinder mit Schäden geboren, die durch den mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entstanden sind. Umgerechnet bedeutet dies, dass ca. jede Stunde ein Kind mit FASD geboren wird: Das sind 24 Kinder pro Tag

Du warst süchtig –

Ich war in Deinem Bauch.

Du hast getrunken –

Durch Dich habe ich es auch.

Du konntest selbst bestimmen über Dein Leben,

Schade – leider hast Du mir die Chance nie gegeben.

(Text, unbekannt)